Der Boden als Kunstwerk – Malereien auf Holzfußböden

Ein frisch abgeschliffenes Parkett aus Echtholz bietet die beste Grundlage für ein kreatives Bodenkunstwerk. So lässt sich ein einmaliger Effekt zaubern, der besondere Highlights im Raum setzt und den Boden, der sonst eher mit Füßen getreten wird, zu einem Blickfang macht. 

Tipp 1: Schablonenmalerei
Schablonen sind im Handel in einer großen Auswahl zu finden: Blumige Motive, historische Vorbilder oder aber Schablonen mit kindlichen Figuren und Tieren, die Auswahl ist sehr groß. Zunächst werden die rohen Holzdielen mit einer Lasur vorgestrichen. Der Ton sollte nicht zu dunkel gewählt werden, damit die Farbe der Schablonenmalerei hinterher auch gut zu erkennen ist. Ein helles Kiefernparkett verträgt zum Beispiel eine Lasur in der Farbe Walnussbraun. Dem geschickten Heimwerker ist es selbst überlassen, ob er die Schablonen frei Hand platziert oder sich an eine gewisse Geometrie und Ordnung hält. Wer es lieber schön in Reih und Glied mag, der sollte die Mitte des Raumes durch das Spannen von Schnüren ermitteln und sich als Hilfe Quadrate mit gleichem Abstand aufzeichnen, in denen später die Malerei gesetzt wird. Bunte Holzfarbe mit mattem Charakter dient zum Ausmalen der Schablonen. Am besten gelingt dies, wenn die Farbe aufgetupft wird. Es ist auch möglich, nur einen speziellen Ausschnitt des Bodens mit der Schablonenmalerei zu verzieren, z.B. einen Stellplatz für einen kleinen Couchtisch. Nachdem die Malerei gut getrocknet ist, wird der Boden dann mit Klarlack in mehreren, dünnen Schichten versiegelt.

Tipp 2: Eine farbige Bordüre oder gebeizte Streifen
Unbehandeltes Holzparkett lässt sich auch mit einer gemalten Bordüre verschönern. Dazu wird zunächst ein breiter Streifen oder aber ein Rahmenstreifen farbig ausgemalt. Wenn der Streifen getrocknet ist, darf wieder mit Schablonen gearbeitet werden. Ausgesuchte Motive, z.B. Blütenblätter, als Ranke oder einzelne Elemente, wirken in einer Bordüre besonders gut.
Wer seinem Boden ein interessantes Streifenmuster verpassen möchte, der sollte mit farbiger Beize ans Werk gehen. Es können einzelne Streifen angelegt werden, die den Raum beleben, aber auch der komplette Boden verträgt ein dezentes Streifenmuster, bei dem die Maserung durch die Beize noch durchscheint. Zum Abschluss der farbigen Malerarbeiten folgt die Versiegelung mit Klarlack.

Tipp 3: Farbiges Holzparkett mit Punkten
Wer sich der heimeligen Atmosphäre von Holz nicht entziehen kann, aber dennoch ein wenig Farbe ins Spiel bringen möchte, der grundiert den Holzboden mit weißer Lackfarbe oder einer weißen Lasur. Andere Farben sind natürlich auch erlaubt, dabei sollten aber immer der Gesamteindruck des fertigen Raumes und die weitere Farbgestaltung berücksichtigt werden. Nachdem die „Grundierung“ trocken ist und eine Punktschablone angefertigt wurde, geht es mit der „Punktierung“ los. Die Schablone wird auf dem Boden mit Kreppband befestigt und mit Farben nach Wunsch ausgefüllt. Das gute Augenmaß sollte dabei vorherrschen, damit die Punkte nicht zu dicht aneinander stoßen. Nach dem Trocknen der Farbe wird der Boden mit Klarlack überzogen.

Tipp 4: Ein aufgemalter Teppich
Mit Farbe lässt sich auch ein fester Teppich auf den naturbelassenen Holzboden zaubern. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, er darf rund, eckig oder quadratisch sein, nur sollte er von der Mitte aus in den Raum verlaufen. Die entsprechende Größe mit Kreppband abkleben und mit Farbe ausmalen. Für Akzente sorgen Punkte, Streifen oder Motive, die mit Schablonen oder in der Tupftechnik aufgebracht werden.

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