Bodenbeläge aus Naturfasern

Bodenbeläge aus Naturfasern finden sich noch relativ selten in den Wohnungen und wenn, dann nur als Läufer oder in der Art von Teppichen. Dabei bieten diese Bodenbeläge aus Coir, Sisal, Jute und Binse ein besonders behagliches Wohngefühl in den eigenen vier Wänden. Deshalb werden hier die unterschiedlichen Bodenbeläge vorgestellt und vielleicht findet der eine oder andere ja Interesse an den natürlichen Materialien.

Als Matten fanden diese Bodenbeläge schon im Mittelalter ihre nützliche Verwendung, Binsen und Stroh wurden auch in Schlössern und Herrenhäusern zur Wärmung des Bodens hergenommen. In früheren Zeiten stand dabei der praktische Nutzen stärker im Vordergrund, als der optische Eindruck. Der Handel kann heute mit vielen, unterschiedlichen Naturfaser-Bodenbelägen aufwarten, so dass keine Wünsche offen bleiben.

Das robuste und antistatische Seegras gehört zu den günstigen Bodenbelägen dieser Art. Es ist sehr flexibel und kann eine lange Lebensdauer vorweisen. Über Schmutz und Flecken muss man sich bei diesen Naturfasermatten keine Gedanken machen, denn die Faser ist fast undurchlässig. Der natürlich gelbe bzw. rotbraune Farbton wird durch farbig eingewebte Fäden aufgelockert, denn einfärben lässt sich der Naturstoff nicht.

Der Name Coir wird den Meisten nicht geläufig sein, es handelt sich dabei um die Faser der Kokosnuss, die sicher aber jeder vom Aussehen her kennt. Der raue Belag eignet sich weniger, um barfuss zu laufen, wobei es jedoch stark auf die Webart ankommt. So findet sich auch Kokosfaser-Meterware mit geglätteten Strukturen im Handel Die sehr beständige Faser ist als Bodenbelag in unterschiedlichen Webarten und in vielen Farben erhältlich. Ob rustikal oder in einem Zickzackmuster sowie gestreift ist der interessante Bodenbelag eine willkommene Alternative zu Holz.

Sisal ist vielen Handwerkern und auch den Heimwerkern bekannt, aber auch Läufer und Matten für den Wohnbereich sind nichts Neues mehr. Auch hier kann der Verbraucher aus Webarten, wie Fischgrät oder Plaid, wählen, die Farbpalette reicht von kräftigen Farbtönen bis hin zur naturbelassenen Variante. Durch die weiche Oberflächenstruktur kann dieser Bodenbelag auch in Räumen eingesetzt werden, in denen man gerne einmal ohne Strümpfe unterwegs ist. Eine Mischung aus Wolle und Sisal bietet noch mehr weichen Komfort.

Jute, das ursprünglich die Teppichunterseite ziert, ist heute auch zu einem Bodenbelag für die Wohnung avanciert. Die große Auswahl an Farben und Webarten lässt für den Wohnbereich viele Gestaltungsmöglichkeiten zu. Binse hingegen ist ein etwas schwieriger Bodenbelag, denn Binsen trocknen gerne aus. Deshalb sollte Binsenbodenbelag regelmäßig mit Wasser befeuchtet werden.

Die Bodenbeläge aus Naturfasern sind auf der Unterseite meistens mit Latex beschichtet und können so, ähnlich wie ein Teppichboden, verlegt oder verklebt werden. Allerdings sind einige Dinge zu beachten. Möbelstücke sollten an den Füßen mit Schutzpolstern versehen sein, da sonst der Naturfaserboden schnell verschleißt. Badezimmer und Küche sind weniger geeignete Räume, da Feuchtigkeit den meisten dieser Bodenbeläge nicht gut tut. Kokosfasern, Sisal und Jute werden speziell imprägniert, um Flecken und Schmutz zu vermeiden. Je nach Webart und Verarbeitung, ist die Pflege allerdings nicht aufwendiger, als die eines herkömmlichen Teppichbodens. Wer es dezent natürlich mag, der kann auf Matten und Läufern aus diesen Naturfasern zurückgreifen.

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