Ein Fall für den Maler – Algenbefall an der Hausfassade

Algenbefall an der Hausfassade beeinträchtigt das Erscheinungsbild, je nach Ausprägung, in größerem Maße. Sie tauchen in erster Line an schattigen Hauswänden auf, die Gründe der Bildung sind nicht hundertprozentig geklärt. Begünstigt wird die Algenbildung durch eine feuchte Umgebung, Bauten, die in der Nähe von Flüssen, Bächen und Wäldern angesiedelt sind, werden davon stärker befallen. Aber auch ein fehlender oder mangelhafter Regen- und Spritzschutz begünstigt das Algenwachstum. Algen nehmen sich ihre „Nahrung“ aus der Luft und der Feuchtigkeit und können sich so ungehindert vermehren. Ein grün-grau-brauner und pelziger Belag ist die Folge.

Hier passendes Video: Schutz der Putzfassade vor Algen und Pilze:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=h4e7F5SoeME[/youtube]

Maler sind die richtigen Ansprechpartner, wenn es um die Sanierung von Algenbefall geht. Sie kennen sich mit der Reinigung aus, die der Laie nicht ausführen kann. Eine Behandlung mit algiziden Mitteln ist hier die erste Maßnahme. Nach einer vorgegebenen Einwirkzeit wird die befallene Wand mit einen Hochdruckstrahler gereinigt. Das Abwasser muss jedoch penibel aufgefangen werden und erfordert auch eine besondere Entsorgung, da es ansonsten für das Grundwasser gefährlich wird. Eine Grundierung, die gegen eine neue Algenbildung resistent ist, wird im nächsten Schritt aufgetragen. Zum Abschluss erhält die Fassade ihr neues Gesicht in Form eines Anstriches oder mit Putz. Auch hier kommen spezielle Anstrichfarben oder Putze zum Einsatz, die gegen Algen vorbeugen. Diese algiziden Putze und Farben müssen wasserlöslich sein, um vor Algen zu schützen. Allerdings ist hier eine Erneuerung nach einigen Jahren angeraten, da die Wirkung nachlässt. Versierte Maler weisen den Kunden darauf hin.

Bei Wärmedämm-Verbundsystemen ist ein Algenbefall nicht auszuschließen, da der Putz auf den Dämmschichten anfälliger für die Bildung von Algen ist, denn der Putz auf der Dämmschicht ist in der Regel kühler, als der Putz auf dem eigentlichen Mauerwerk. Deshalb raten Experten zu wasseraufnehmenden (hydrophilen)  Putzen, die das Wasser absorbieren und es nicht auf der Oberfläche belassen.

Oftmals vermischen sich bei alten Häusern Algenbefall und Feuchtigkeitsschäden. Ein sachverständiger Gutachter kann hier die Ursache feststellen und geeignete Maßnahmen vorschlagen. Merkmale, dass es sich um einen Feuchtigkeitsschaden handelt, sind abbröckelnder Putz oder Salzausblühungen. Hier stehen zunächst eine Mauerwerkstrockenlegung oder eine Entfeuchtung der Wände im Vordergrund, bevor es den Algen an den Kragen geht.

Ähnliche Beiträge:

Schreibe einen Kommentar