Mit Farben Räume nützlich verändern

Die Farbgestaltung erfüllt nicht nur einen dekorativen und emotionalen Zweck, nein sie kann auch Unzulänglichkeiten in der Architektur wegschummeln. Mit kleinen Tricks werden hohe Räume niedriger, niedrige Räume höher, kleine Räume größer und große Räume kleiner.

In Altbauten finden sich oft Deckenhöhen von über 3 Metern. Kräftige und dunkle Farben an der Decke schmälern die Deckenhöhe optisch, die Wände sollten dann in hellen Farben gehalten werden. Auch waagerechte, breite Streifen an der Wand reduzieren die Deckenhöhe optisch. Niedrige Zimmer, wie sie oft in alten Bauernhäusern zu finden sind, gewinnen durch einen Komplettanstrich in Weiß oder in einer sehr hellen Farbe an Raumhöhe. Auch warme Farben an den Wänden oder eine senkrecht gestreifte Tapete wirken optisch erhöhend, können aber den Raum insgesamt enger erscheinen lassen.

Große Räume vertragen warme, dunkle oder leuchtende Farben, wie zum Beispiel Rot in allen Schattierungen, aber auch Brauntöne sind denkbar. Tapeten mit großen Mustern oder Motiven verkleinern den Raum ebenfalls. Für einen kleinen Raum empfiehlt sich genau das Gegenteil: Helle oder weiße Wände sowie klein gemusterte Tapeten sorgen für optische Weite.
Ein Problem in Altbauten sind lange, dunkle und schmale Flure. Hier hilft nur eine Aufhellungskur. Ein kleiner Tipp: Wände in Längsrichtung weiß streichen, die Querwände dürfen auch in kräftigen, warmen Farben strahlen.

Ebenfalls ein optischer Störfaktor in alten Häusern sind zahlreiche Türen und Fenster an unterschiedlichen Stellen im Raum. Solche Räume wirken zerrissen und auch das Auge findet keinen richtigen Halt. Abhilfe schafft man, indem man Türen und Fenster in der gleichen Farbe, wie die Wand streicht.

Dachschrägen gehören ebenfalls zu den Wandflächen, die mit Bedacht behandelt werden sollten. Die Schräge sollte nicht optisch hervorgehoben, sondern kaschiert werden. Ein einheitlicher Farbton löst dieses Problem, ob dunkel oder hell, das entscheidet die Raumgröße.

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