Farben sind das A und O beim Maler-Anstreicher

Helle Farben wirken freundlich im Haus-Gebäude

Auch wenn das Malerhandwerk sich nicht nur durch Anstreichen und Tapezieren auszeichnet, so spielen die Farben doch eine sehr große Rolle beim Malerbedarf.

STO Messestand auf der Deubau in Essen

Doch nur der Fachmann hat hier noch den Durchblick, für den Heimwerker ist es mitunter schwer, die unterschiedlichen Zusammensetzungen auseinander zuhalten. Das macht er in der Regel nicht, meistens werden Angebote im Baumarkt gekauft, die Zeit, um sich mit den differenzierten Farbdefinitionen auseinanderzusetzen, hat der gestresste Mensch von heute eher weniger.

Die DIN-Verordnung gliedert Farben in wischfeste und waschfeste Farben ein, sie sind als offenporige und nicht glänzende Beschichtung definiert. Als natürliche Farbe für die Wandgestaltung im Innenraum gilt nach wie vor die Leimfarbe, die als Bindemittel Zelluloseleim enthält und somit auch wasserlöslich ist. Für Feuchträume ist Leimfarbe nicht geeignet, sie ist nicht waschbeständig, kann aber durch ein Bindemittel wischfest werden. Leimfarbe ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich: fertig gemischt, als Kombination aus Leim- und Pigmentpulver, die anzumischen sind oder als Leim, dem Farbpigmente zugesetzt werden können. Leimfarben sind nicht überstreichbar.

Im Gegensatz zu den Leimfarben, stehen die wasserlöslichen Farben, wie Kalk-, Zement- oder Dispersionsfarben. Kalkfarbe ist für den Innen- und Außenbereich geeignet, sie kann auf Beton, Fassaden, Zement- und Kalkputzen oder Mauersteinen aufgetragen werden. Sie wirkt antiseptisch und desinfizierend, weshalb Kalkfarbe besonders früher oft in Feuchträumen verwendet wurde. Das Erscheinungsbild ist körnig und leicht durchscheinend. Die Verarbeitung ist aber nicht ohne Kenntnis vorzunehmen, denn Kalkfarbe ist stark ätzend und muss nach gewissen Vorgaben aufgetragen werden, die der Laie oft nicht kennt.
Zementfarben aus hochhydraulischem Kalk und Weißzement sind ebenfalls für Innen und Außen zu verwenden, das Einfärben ist nur begrenzt möglich. Am bekanntesten sind die Dispersionsfarben, die der Handel auch für den Heimwerker in Hülle und Fülle bereithält. Wand- und Fassadenfarbe, die sich mit Abtönfarben beliebig einfärben lässt, haftet auf fast allen Untergründen, wie Beton, Putz, Tapete, Holz und Metall. Aber auch als Lacke, Lasuren und Beizen sind Dispersionsfarben erhältlich.

Eine Besonderheit bilden die stark alkalischen Silikatfarben. Hier wird in die Reinsilikatfarben, die immer aus zwei Komponenten (Fixativ und Farbpulver) angemischt werden und in Dispersionssilikatfarben, die fertig gemischt erhältlich sind, unterschieden. Silikatfarben sind weder wasserlöslich, noch können sie mit Wasser verdünnt werden. Sie kommen bei der Fassadenrenovierung von denkmalgeschützten Bauten oder für stark beanspruchte Fassadenanstriche in Frage.

Ähnliche Beiträge:

Schreibe einen Kommentar