Stuck – Mogeln mit Styropor und Pappe erlaubt

Echter Stuck aus Gips ist eine Augenweide, das haben auch die Hausbesitzer wieder erkannt. Nach der Entstuckung folgt jetzt die Wiederbestuckung, mit echtem Stuck oder aber mit dem optisch identischen Styropor-Stuck. Im Handel finden sich zahlreiche Stuckelemente, wie Rosetten, Konsolen oder Leisten, mit denen sich die eigenen vier Wände märchenhaft verwandeln lassen. Diese leichten Stuckelemente werden mit einem speziellen Styroporkleber an die Wand gebracht und halten bombenfest. Das Zuschneiden ist mit einem Cuttermesser kinderleicht. Sie lasen sich auch farbig überstreichen. Kleine Unebenheiten an der Wand- oder Deckenfläche sind nicht tragisch, jedoch gilt auch hier der Grundsatz, dass der Untergrund sauber, trocken und eben sein muss.

Besonders attraktiv wirkt Deckenstuck in Form einer Lampenrosette. Hier bietet der Handel unterschiedliche Durchmesser an, so dass jede Leuchte perfekt in Szene gesetzt wird. Kronleuchter und Kristalllüster kommen so noch besser zur Geltung. Dazu wird aus der Rosette eine passende Öffnung für das Leuchtenkabel ausgeschnitten und die Position markiert. Nur noch aufkleben und fertig. Wer es einen Tick moderner liebt, für den ist ein Lichtband unter der Zimmerdecke mit Stuckleisten oder Zierprofilen aus Kunststoff genau das Richtige. Ein Lichtband setzt mit vielen, nebeneinander angeordneten Lichtspots interessante Akzente und kann auch Bilder und Kunstwerke geschickt anstrahlen. Eine Lichtleiste im alten Stil mit moderner Beleuchtung eignet sich sehr gut für das Wohnzimmer oder den Arbeitsraum. L-förmige Leisten aus Polyurethan-Schaum sind im Fachhandel erhältlich. Sie verfügen über einen Installationsschacht für Einbauspots. Die Verbindung von Elementen erfolgt durch Zapfen. Diese Lichtleisten eignen sich für alle gestrichenen und tapezierten Putzuntergründe, sofern sie nicht beschichtet sind.

Bei Deckenstuck sollte man die Elemente etwas länger anpressen. Deckenstuck wird auch für den Abschluss der Wände verwendet. Besonders breite Stuckleisten aus Styropor schaffen ein authentisch antikes Ambiente.

Flachprofile für die Wand bilden interessante Flächen im herrschaftlichen Design. Auch Türen können damit gestaltet werden. Mit unterschiedlichen Leisten, Eckstücken und Rahmenprofilen zieht ein Hauch von Schlossflair in das eigene Wohnzimmer ein. Konsolen und andere Zierteile, wie z.B. Pilaster oder Säulen im Stil barocker Einrichtungen, sind im Handel in vielen Größen und Formen zu finden. Damit lässt sich ein sehr vornehmer und klassischer Einrichtungsstil, vielleicht auch ein Kaminzimmer, hervorragend bestücken.
Farbig gestrichener Stuck behält ein Stück weit Natürlichkeit, wenn die Farbe nach dem Auftragen mit einem feuchten Tuch leicht verwischt wird.

Eine weitere Alternative zum echten Stuck sind Elemente aus Pappe. Auch hier wartet der Handel mit etlichen Reliefs, Ornamenten und Bordüren auf. Sie sind ebenfalls für Wand und Möbel gedacht und bilden dekorative Blickpunkte. Dieser weiße Papp-Stuck wird mit Sprühkleber befestigt und kann nur dann andersfarbig gestrichen werden, wenn die Elemente vorher mit Acrylsprühlack grundiert sind, ansonsten weicht die Pappe auf.

Die vielfältigen Stuckelemente aus Styropor, Kunststoff oder Pappe harmonieren auch wunderbar zu kräftig leuchtenden Tapeten und auffälligen Mustern. So lassen sich antike und hochmoderne Wohnlandschaften erschaffen und das ganz ohne viel Aufwand und Kosten. Natürlich geht nichts über den echten Stuck, aber der bleibt heute, wie früher nur wenigen vorbehalten, da seine Herstellung und auch die Anbringung ein meisterhaftes Können von einem Fachmann, dem Stuckateur, voraussetzt.

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