Stuck Geschichte live erleben

Wer sich Stuck in seiner reinen, ursprünglichen und vielfältigen Form ansehen möchte, der kann dies in vielen Schlössern, Herrschaftshäusern und vor allen Dingen in Kirchen tun. Dort erfährt er aber leider nicht viel über die Entstehungszeit und das Handwerk an sich. Für Interessierte, aber auch Menschen, die eine Ausbildung zum Stuckateur ins Auge fassen, finden sich in Deutschland zwei Anlaufstellen, die in die Geschichte des Stucks entführen und informieren.

Kleines Stuck Museum
Das „Kleine Stuckmuseum“ in Freiburg im Breisgau der Hans Rich KG geht aus dem 1953 gegründeten Stuckateurbetrieb von Franz Rich hervor. Sein Sohn Hans hat heute die Firmenleitung inne, schon in den Anfangsjahren stand er seinem Vater zur Seite. Die Firma, die sich selbst als Werkstätte für Stuck, Baukunst und Denkmalpflege kategorisiert und auch noch den Bereich antike Baustoffe unterhält, wurde 1985 in de Hans Rich KG umgewandelt. Bereits 1979 eröffnete hier das erste deutsche Stuck-Museum, damals noch das einzige Haus dieser Art in Deutschland. Hans Rich, Stuckateurmeister und Restaurator, hat seit seiner Ausbildungszeit die einzigartige Stucksammlung zusammengetragen, die handwerkliches Kulturerbe und Informationsquelle für Architekten, Handwerker, Bauherren, Berufsanfänger und Interessierte darstellt. Denkmalschutz und Denkmalpflege nehmen im „Kleinen Stuckmuseum“ eine bedeutende Rolle ein. Noch heute arbeitet die Hans Rich KG mit Stuck in seiner schönsten Form.

Deutsches Stuckmuseum
Viele Jahre, nach dem das „Kleine Stuckmuseum“ der Hans Rich KG in Freiburg im Breisgau seine Türen geöffnet hatte, wurde das Deutsche Stuckmuseum 2002 mit Sitz in Trebsen/Leipzig aus der Taufe gehoben. Wertvolle Stuckaturen, zum Teil Jahrtausende alt, werden mit alten und neuen Handwerkstechniken kombiniert. In einer Schau- und Demonstrationswerkstatt, die sich in Schloss Trebsen befindet, wird dem Besucher die Möglichkeit geboten, in die einzigartige Welt des Stucks einzutauchen. Materialien, Technologien, alte und neue Berufsbilder des Stuckateurs sowie vergangene Handwerkskunst zeigen alle Facetten zum Thema Stuck auf. Der Fundus, der aufgrund seines beachtlichen Umfangs nur in Teilen ausgestellt werden kann, umfasst Stuckelemente aus vielen Zeitepochen, wertvolle Abgussformen und historische Stuckdekoration, auch ganzer Bauwerke. Selbst Kinder haben großen Spaß daran, einmal selbst als „Stuckateur“ ihre Erfahrungen mit diesem Stück Kultur-, Kunst- und Handwerksgeschichte zu machen. Das Deutsche Stuckmuseum wird vom Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e.V. – Schloss Trebsen getragen. (362 Worte)

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