Dämmung – viele Begriffe und viele Möglichkeiten

Kerndämmung hinter der Klinkerwand zum Dämmen

Dämmen ist „in“ und Dämmen ist wichtig, damit die wertvolle Heizenergie in den kalten Monaten im Raum bleibt. Aber auch in den heißen Sommermonaten schützt eine ordnungsgemäße Dämmung vor tropischer Hitze in den eigenen vier Wänden. Viele Dämmstoffe und Fachbegriffe umschwirren diesen wichtigen Baubereich, der für Neubauten ebenso wie für ältere Gebäude gilt. Da die Unterschiede gerade bei Altbauten jedoch sehr groß sein können, bekommt jedes Haus die Dämmung, die optimal zu ihm passt.

 

Styorodur als Wärmedämmung Fußbereich Klinkerauflage Beton

Styorodur als Wärmedämmung Fußbereich Klinkerauflage Beton

Wärmeleitfähigkeit und Dämmwirkung
Für Dämmstoffe ist die Wärmeleitfähigkeit ein wichtiger Begriff. Diese Maßeinheit wird mit W/mK abgekürzt und bezeichnet den Energieverlust in Watt pro Meter Materialdicke, bei einem punktgenauen Oberflächentemperatur-Unterschied von einem Grad bzw. einem Kelvin. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit ist, desto weniger Energie kann durch die Bausubstanz dringen. Daher werden Dämmstoffe mit diesem Wert gekennzeichnet. Dabei bestimmen zahlreiche Faktoren, wie Material, Anzahl und Anordnung der Poren, Rohdichte, Feuchte und Größe, die Wärmeleitfähigkeit. Dämmstoffe der modernen Generation besitzen eine Wärmeleitfähigkeit, die unter 0,1 W/mK liegt, um eine optimale Dämmung zu erzielen.
Wie gut ein Dämmstoff die Energie im Gebäude hält, das sagt der U-Wert aus. Mit ihm wird die Dämmwirkung gekennzeichnet, die sich auf den Energieverlust eines Quadratmeters bei einem Temperaturunterschied von einem Grad innen und außen bezieht.

Dämmen in vielerlei Hinsicht
Wenn wir vom Dämmen sprechen, dann meinen wir in erster Linie immer das Abdichten von Wänden, Decken und der Außenfassade gegen einen Energieverlust in Form von Heizwärme. Aber Dämmen ist noch viel mehr. Schall- und Lärmschutz sind wichtige Dämmfaktoren, die gerade in Wohngebieten mit Bau- oder Straßenlärmbelästigungen sehr stark ins Gewicht fallen. Denn ein zu hoher Geräuschpegel stört die Gesundheit auf Dauer und auch in Mietwohnungen will nicht jeder wissen, was der andere den ganzen Tag so macht. Wetterbedingungen spielen gerade bei der Fassadendämmung eine wichtige Rolle. Auch die Statik eines vorhandenen Gebäudes darf nicht durch die Dämmung beeinträchtigt werden. Hier sind so viele Anforderungen miteinander zu vergleichen, dass nur ein Fachbetrieb die Dämmung nach unterschiedlichen Ansprüchen mit den richtigen Materialien ordnungsgemäß ausführen kann. Dem Laien fehlen die Stoffkenntnis und auch die Weitsicht für zusammenhängende Maßnahmen in diesem Bereich. Das ist auch nicht tragisch, denn der Mensch muss nicht alles können. Keller- oder Dachdämmung sind Bereiche, an die sich der Heimwerker schon selbst trauen darf, alle speziellen Dämmungen sollte er jedoch dem Fachmann überlassen.

Vielseitige Dämmung und Isolation
Dämmen bezieht sich nicht nur auf Mauerwerk und Wände. Auch Fenster mit einer energieeffizienten Verglasung und dichten Rahmen gehören zu einer umfangreichen Dämmung dazu. Rohrleitungen sollten ebenfalls gedämmt werden, da durch sie während des Wärmetransports viel Energie verloren gehen kann, wenn sie in ungeheizten Räumen liegen. Viele Dämmungsmaßnahmen zusammen bringen oft erst den gewünschten Erfolg. Aber hier ist das fachgerechte Dämmen von großer Wichtigkeit, damit sich keine Feuchtigkeit bilden kann.

Ähnliche Beiträge:

Schreibe einen Kommentar