Jäger und Sammler – Sammlerstücke in die Raumgestaltung integrieren

Fast jeder hat so sein Steckenpferd, was das Sammeln angeht. Bierdeckel, Briefmarken, Bücher, Parfümflakons, Aufkleber, Spielzeug, alter Hausrat, Blechdosen, Baumwurzeln – alles lässt sich sammeln. Viele Sammler wollen ihre Fund- und Schmuckstücke auch zeigen, nicht selten verbirgt sich dahinter eine interessante Geschichte.

Vitrinen sind eine weit verbreitete Möglichkeit, die aber auch sehr langweilig wirken kann. Die Sammlung fällt zwar direkt ins Auge, kann aber das Gesamtbild des Raumes ungünstig beeinflussen. Besser ist es, seine gesammelten Schätze wirkungsvoll in das Raumkonzept mit einzubeziehen. Ein altes Buffet, das liebevoll hergerichtet wurde, eignet sich als Ausstellungsfläche perfekt. Hier können die Sammelobjekte in Schubladen, hinter Schranktüren und auf den Ablageflächen verstaut werden. So lässt sich auch die Präsentation jederzeit verändern, indem jeweils andere Stücke aus der Schublade in das offene Regal befördert werden. So wirkt die Sammlung auch nicht überladen, sondern eher, wie ein reizendes Still-Leben.

Große, weite Treppenhäuser bieten sich an, um Sammlerstücke aller Art hinter Rahmen zu präsentieren. Tiefe Rahmen, in denen auch dreidimensionale Stücke ihren Platz finden, eignen sich für alle Arten von Sammlungen. Liebhaber alter Teppiche oder Quilts können die Wände mit den erlesenen Sammlerstücken schmücken. Wer es besonders authentisch mag, der bringt neben den Ausstellungsstücken kleine Hinweisschildchen an, z.B. mit Entstehungsjahr und kurzen Informationen.

Sammlungen in Regalen wirken oft, wie eine Ansammlung von Staubfängern. Das muss aber nicht sein, wenn die Sammlerstücke aufgelockert präsentiert werden. So schön die alten Kannen und Tassen auch sein mögen, wenn sie in Reih und Glied stehen kann man ihnen wenig Dekoratives abgewinnen. Ein frischer, kleiner Blumenstrauß in einer der zahlreichen Kannen oder frisches Obst in der Schale aus dem Barock wirken dagegen gemütlich. Bücher müssen auch nicht mit dem Maßband vermessen, Kante an Kante stehen. Drapieren ist erlaubt, ein lockerer Stapel zwischen den Exemplaren bricht den monotonen Blickwinkel. (304 Worte)

Ähnliche Beiträge:

Schreibe einen Kommentar