Feuchte Neubauten – wenn der schnelle Einzug zum Verhängnis wird

Die Zeit drängt, die Wohnung ist gekündigt, das neue Haus fast noch ein Rohbau, aber man braucht ja ein Dach über dem Kopf. Feuchtigkeit im Neubau - hier beim Holzrahmen-HolzhausViele Bauherren machen nach wie vor den fatalen Fehler, zu früh in einen Rohbau einzuziehen. Die dringend benötigte Trocknungsphase, gerade bei Häusern, die Stein auf Stein gebaut sind, Estrichböden und gemauerte Wände beinhalten, wird einfach übersprungen. Die schlimme Folge ist Schimmelbildung noch bevor das erste Weihnachtsfest im fertigen Haus gefeiert werden kann.

Vielen ist gar nicht bewusst, wie viel Wasser tatsächlich hier mit verbaut wurde, das wieder hinaus will. Lüften und Heizen sind die wichtigsten Maßnahmen, aber auch das wird im Zeitdruck vergessen. Bautrockner, die Feuchtigkeit aus der Luft nehmen und sogar mit Heizgebläse ausgestattet sind, tragen ebenfalls zu einer schnellen Trocknung bei. Die Baufeuchte zieht überall hin, wenn sie nicht entweichen kann. Ganze Geschosse können dann mit Schimmelsporen übersät sein. Doch wie wirkt man diesem Problem entgegen? Die technischen Methoden lassen hier keine Wünsche offen. Die Hürde ist der Zeitplan, die unrealistischen Ziele, die gesteckt werden, ohne, dass Unvorhergesehenes einkalkuliert wird. Schlechte Witterung mit viel Regen und Kälte, Krankheit, der Ausfall von Arbeitskräften und Handwerkern – das alles wird nicht ausreichend mit einbezogen in den eng gestrickten Zeitplan. Doch wer sich diese Zeit nicht nimmt, der kann mit hohen Folgekosten durch aufwendige Sanierungsarbeiten rechnen.

Fachleute am Bau, Architekten und Bauplaner sind mit regulären Trocknungszeiten vertraut und helfen auch schon im Vorfeld, hier eine realistische Trocknungsphase auszurechnen. Mit den zusätzlichen Methoden, wie Heizen, Lüften und Entfeuchten, steht dem Einzug dann nichts mehr im Wege.

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