Frage: Kerndämmung in den Grundmauer nötig ?

Frage:

Das Haus, das wir vor Kurzem bezogen haben, ist schon ein ganzes Jahrhundert alt. Die Außenschale hat eine Bitumen-Styrodur-Versiegelung und einen Fassadenanstrich. Verwendet wurden 24 Zentimeter Vollziegel, dann kommt eine 7 Zentimeter dicke Luftschicht und nochmals 24 Zentimeter Vollziegel. Das Ganze ist diffusionsoffen. Das Ringfundament ist gemauert und der Boden besteht aus Lehm. Wir möchten nun eine Kerndämmung ausführen. Dazu haben wir sehr viele Fragen. Kann es passieren, dass starker Regen durch den versiegelten Putz dringt und dann auch in die Mauern? Kann es passieren, dass Kondenswasser in die Innenwand von der Außenmauer gelangt? Wenn ja wie, schließlich herrscht doch keine Luftzirkulation, oder? Und wenn die Mauern feucht werden, verdunstet die Feuchtigkeit dort oder zieht sie ins Fundament und versickert schließlich dort? Falls die Grundmauern wirklich feucht werden sollten, schadet ihnen das sehr? Ist es möglich, dass die Dämmung nicht mehr funktioniert, wenn die Kerndämmung durch feuchtet? Kann es passieren, dass der Stoff SLS20, der ja hydrophob ist, Feuchtigkeit speichert und womöglich sogar eine Wärmebrücke bildet?

 

Antwort:

Wenn die Fassade wirklich dicht ist, sollte sie auch Schlagregen vertragen. Dass Kondenswasser in die Innenwand kommt, passiert schon ab und an. Als Ursachen dafür sind Niederschlag am Taupunkt oder auch Diffusion zu nennen. Ob die Feuchtigkeit verdunstet, ist abhängig vom jeweiligen Klima und von der Belastung durch Feuchte. Sollten die Grundmauern nass werden, muss meist eine Abdichtung durchgeführt werden. Ja, wenn die Kerndämmung nass wird, können Bauschäden auftreten und dadurch wird natürlich auch die Dämmwirkung beeinträchtigt. Auch hydrophobe Stoffe sind in der Lage, Feuchtigkeit zu speichern. Hydrophob heißt ja nur, dass der Stoff sich wasserabweisend verhält und nicht wasserdicht.

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