Fassadengestaltung – dekorativ oder funktional

Gerade die Fassade spielt bei allen Gebäuden eine entscheidende Rolle. Ist sie gut erhalten, wirkt das Haus gleich auf den ersten Blick optisch ansprechend. Bei der Gestaltung der Fassade, egal ob Sanierung oder Neubau, haben Hauseigentümer allerdings vielfältige Möglichkeiten. Zum einen gibt es vierschiede Fassadensysteme. Zum anderen stehen Materialien wie Stein, Glas, Holz oder aber farbiger Putz zur Auswahl. Je nach Geldbeutel und auch Geschmack des Hauseigentümers haben alle Varianten ihre Vorteile.

Begrünte Fassade
Eine relativ einfache Möglichkeit der Fassadengestaltung ist das Begrünen. Pflanzen wie Efeu oder Wilder Wein, auch Selbstklimmer genannt, produzieren Sauerstoff und binden Staub und Kohlendioxid. Doch Achtung, vorher sollte das Mauerwerk bzw. die Fassade genau auf Schäden, wie Risse oder Spalten untersucht werden, diese müssen unbedingt beseitigt werden. Denn gerade diese Pflanzen nutzen solche Schäden als Kletterhilfe und können somit der Fassade enormen Schaden zufügen.

Arbeiten mit Steiger an Glassfassade

Arbeiten mit Steiger an Glassfassade

Fassaden aus Glas und Metall
Diese Fassaden sind im Allgemeinen eher selten im Privatbereich verbreitet. Doch wer es puristisch mag und auch nicht vor tiefen Einblicken scheut, ist mit einer Glasfassade gut beraten. Sie bildet zu dem einen Blickfang und durch die großzügigen Fenster gelangt viel Licht in die einzelnen Zimmer. Jedoch werden hier nicht so gute Wärmedämmeigenschaften erreicht. Auch eine Aluminiumfassade ist im Privatbereich nur ganz selten anzutreffen. Sie ist ein ungewöhnlicher Hingucker und sehr witterungsbeständig. Der Vorteil hier, es ist leicht und kann direkt als Sichtelement bei einer vorgehängten hinter fütterten Fassade verbaut werden.

Holzbretter Fassade schmal

Holzbretter Fassade schmal

Holzfassade
Hier wird die Hauswand mit Holzschindeln oder Holztafeln verkleidet. Sie sollte allerdings als vorgehängte hinter fütterte Fassade montiert werden um zu gewährleisten, dass das Holz atmen kann und nach einem Regenschauer auch die Möglichkeit zum Austrocknen hat. Das Baumaterial Holz ist ökologisch und langlebig, braucht allerdings auch regelmäßige Pflege um seine positiven Eigenschaften zu erhalten. Ein Anstrich mit Holzschutzmitteln garantiert langen Halt. Ein weiterer Vorteil, die Farbe der Fassade kann so immer wieder verändert werden.

Dämmung Tellerdübel Außenputz

Dämmung Tellerdübel Außenputz

Putzfassade
Diese Variante ist wohl die am häufigsten gewählte und im Vergleich zu den anderen wohl die am günstigsten überhaupt. Durch die Vielfalt der Farben bleiben hier keine Gestaltungswünsche offen. Auch können Hausbesitzer zwischen mineralischen Putzen und Kunstharzputzen wählen. Zudem gibt es spezielle Wärmedämmputze, darin sind Stoffe zugesetzt, die für bessere Dämmung sorgen. Doch Achtung, alle acht bis zehn Jahre sollte ein neuer Anstrich erfolgen und nach ca. 25 Jahren sollte der gesamte Putz erneuert werden.

Schmale Riemchen

Schmale Riemchen

Riemchen, Klinker und Naturstein
Eine ebenfalls sehr häufig anzutreffende Variante der Fassadengestaltung ist das Verkleiden mit Klinkern, Riemchen oder auch Natursteinen. Sie sind sehr langlebig und zudem noch wetterbeständig. Nässe und Frost macht diesen Materialien nichts aus. Weiterhin können durch farbige Fugen auch wunderschöne Kontraste geschaffen werden. Ebenso setzt man Akzente bei Naturstein Fassaden  durch unterschiedliche Steingrößen und auch durch verschiedene Bearbeitungstechniken, wie Schleifen und Polieren.

Ähnliche Beiträge:

Schreibe einen Kommentar